Isla Saona - Das Paradies auf Erden

Wer träumt nicht von türkisblauem Wasser, Palmen so weit das Auge reicht und schneeweißen Karibikstränden statt Schnee und Matsch im winterlichen Deutschland.


Im Februar ist die Karibik einfach das Traumziel für alle Winterflüchtigen. Mitte Februar gönnten wir uns diesen puren Luxus und verbrachten die bisher schönsten zwei Wochen unseres Lebens auf der Mein Schiff 1 in der nördlichen und südlichen Karibik. An Tag 7 unserer Reise erwartete uns in der Dominikanischen Republik ein Ausflug, den wir niemals vergessen werden.

Jede der 10 Inseln, an denen wir den Anker warfen, war auf der Reise ein Highlight für sich. Heute möchte ich euch daher ausführlich von unserem Ausflug von La Romana ins Paradies der "Isla Saona" berichten. 


Isla Saona

Die Isla Saona liegt im karibischen Meer, im Osten der Dominikanischen Republik, steht unter Naturschutz und gehört zum sogenannten Nationalpark des Ostens. Sie ist 110km² groß und wird von nur 300 Menschen bewohnt. 

 

Die Dominikanische Republik und unser Ausflug auf die Insel Saona waren ein absolutes Highlight unserer Karibik-Kreuzfahrt. Noch nie zuvor habe ich so ein  unglaublich türkisfarbenes Wasser gesehen und bin auf so einem puderweichen, weißen Sand gelaufen. Saona ist genau so, wie ich mir das Paradies vorstelle! Doch wie kommt man nun dorthin?

 



Saona Crusoe VIP Tour

Bereits in Deutschland habe ich mich auf der Website des Ausfluganbieters Seavis über die Saona Crusoe VIP Tour  informiert und eine Buchungsanfrage für unseren Tag in La Romana per E-Mail gestellt. Da ich in Sachen Reiseplanung immer sehr ungeduldig bin, kam es daher nur gelegen, dass ich keine  12 Stunden später bereits die Rückmeldung von Udo mit allen Details zum Ausflug in meinem Postfach hatte. 

 

Das klang doch schon mal perfekt: Deutschsprachige Reiseleitung, Abholung direkt vom Schiff, Verpflegung inklusive und keine im Vorfeld zu leistende Anzahlung. (Letzteres ist mir durchaus wichtig, denn bei einer Kreuzfahrt kann es dank Wetter oder anderer Umstände immer einmal vorkommen, dass du an dem geplanten Hafen nicht oder später anlegst und dann ist im Zweifelsfall dein vorausgezahltes Geld futsch).

 

Die Kosten belaufen sich für die Tour auf  10 $ für den Taxi-Transfer vom Schiff nach Bayahibe (Start der Tour) und  noch einmal 85 $ für den Ganztagesausflug nach Saona mit dem Speedboot. Ein nicht ganz günstiger Ausflug, doch bei tripadvisor und Co. wurde die Tour bereits hoch gelobt und mit traumhaften Bildern angepriesen und so reservierte ich ganz nach dem Motto "Da muss ich einfach hin!"

 

Ich bestätigte also kurz die Reservierung per E-Mail, bekam die Buchungsbestätigung von Udo per E-Mail und freute mich ab jetzt auf unseren tollen Ausflug nach Saona. 

 

Der Ausflugstag

Die Vorfreude auf die wunderschöne Insel, die wir bisher nur von Bilder kannten, ließ uns problemlos um 7 Uhr aus den Betten springen. Wie jeden Morgen gab es erst einmal ein ausgiebiges Frühstück an Bord. Los ging es dann, ganz wie von Udo per E-Mail zugesichert, pünktlich um 8 Uhr am Hafenausgang in La Romana. Hier erwarteten uns und unsere Mitausflügler mehrere kleine Taxibusse, welche uns in einer ca. 25 Minuten langen Fahrt nach Bayahibe zum Hafen brachten. 

Bei einem frischen Kaffee erfolgte nun die Tourbezahlung. Anschließend gab uns unser Reiseführer an einer großen Karte eine kurze Einführung in das, was uns heute erwarten würde. 3 Stopps an unterschiedlichen Traumstränden + weitere Highlights sollten uns erwarten. Es durfte also los gehen - ab auf's Speedboot und rein in die Schwimmwesten!

 

Jedes Speedboot von Seavis bietet Platz für ca. 20 Gäste. Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass man hier sehr viel Platz hat, aber die Aussicht, die einen erwartet, sobald das Boot das erste Mal Gas gegeben hat, lässt einen jede fehlende Beinfreiheit vergessen. 

 

Mit dem Speedboot über türkisfarbenes Wasser

Los ging es also mit einem nicht zu verachtenden Tempo vorbei an der Küste des "Parque Nacional del Este". Mal schneller, mal langsamer und immer wieder mit kurzen, interessanten Erklärungen fuhren wir auf diesem unglaublich türkisen Gewässer zuerst bis zum Piscina Natural. Das Gefühl, in diesem rasanten Tempo über das kristallklare Wasser zu rasen war einfach der Knaller. Ich war kurzzeitig wirklich mehr als neidisch auf unseren Reiseführer, der dies offensichtlich täglich tun durfte. Vielleicht sollte ich über einen Jobwechsel nachdenken!?

 



Der Piscina Natural - das natürliche Schwimmbecken der Seesterne

Angekommen am Piscina Natural machten wir einen Stop, zu dem uns unser Reiseführer alle ins Wasser bat. Der Piscina Natural ist ein Gebiet mit sehr flachem, ebenfalls unglaublich türkisfarbenen Wasser und wird auch "natürliches Schwimmbad" genannt. Dies war zwar tatsächlich etwas kalt und ich Frostbeule musste mich wirklich überwinden ins Wasser zu hüpfen, doch es lohnte sich! 


Hier erwartet dich ein einmaliges Erlebnis -  Seesterne! Nein, keine winzig kleinen Seesterne, die man lange tauchend suchen musste, sondern riesengroße Tiere. Unser Guide erklärte uns ein paar Details zu der Lebensweise der Seesterne, sowie dass wir die Tiere für Fotos ganz kurz aus dem Wasser herausnehmen dürften. Anschließend sollten wir sie aber unbedingt schnell wieder untertauchen, denn lange Zeit an der Luft finden Seesterne nicht so sonderlich "lebenswert". Es begann also die große Fotosession. Wer hat nicht gerne ein cooles Bild von sich mit einem riesengroßen Seestern in türkisblauem Karibikgewässer? Ganz ehrlich, da kann ein jeder, dem man die Urlaubsbilder später zeigt, ja nur neidisch werden! 

 

Nachdem jeder die Sterne einmal in den Händen gehalten hatte (die fühlen sich übrigens viel härter und ganz anders an, als ich gedacht hätte) und alle Fotos sowohl mit der Fotografin von Seavis als auch privat gemacht waren, gab es erst einmal einen kleinen Snack zur Stärkung. Unser lieber Guide verteilte Mamorkuchen und den ersten Rum Cola (ja, es war ja auch Urlaub und schon ca. 10 Uhr, da wurde es Zeit für den ersten Drink.) 

Mit dem Speedboot vorbei an einem beeindruckenden Mangrovengebiet ging es anschließend weiter zu unserem ersten Traumstrand. Und wenn ich Traumstrand sage, dann meine ich auch Traumstrand. Solch einen unglaublich weißen und vor allem weichen Sand hatte ich zuvor noch die unter den Füßen. 

 

Der Traumstrand "Catuano Beach"

Das war der absolute Wahnsinn. Neben den Möglichkeiten baden und schnorcheln zu gehen, sich an einer Bar den zweiten, dritten und vierten Rum Cola zu bestellen oder unter einer der tausend Palmen zu relaxen gab es hier nun gegen 12 Uhr auch das in der Tour inbegriffene Mittagessen. Reis, Hühnchen, Gemüse und Salat waren als Buffet aufgebaut und jeder durfte sich an dem wirklich leckeren Essen bedienen so viel er mochte.

 

Ich kann es nur erneut sagen: Leckeres Essen und kühle Drinks - so muss das Paradies sein! 

Catuano Beach

Nach dem Mittagessen und einem etwa einstündigem Aufenthalt ging es zurück auf unser Speedboot mit dem Ziel Mano Juan. Mano Juan ist das Fischerdorf auf Saona, in dem die 300 Einwohner der Insel leben. Ohne Autos, moderne Technik und großartige Elektrizität wohnen die Menschen hier in kleinen bunten Hütten mit Palmenblätter- oder Wellblechdach. Ohne Stress und Hektik leben sie hier in einfachsten Verhältnissen und scheinen dennoch das wundervollste Leben zu führen, welches man haben kann. 

 

Parque National Del Este - Das Dorf Mano Juan

Unser Reiseführer führte uns kurz ein Stück am Strand entlang, dann bogen wir ein in einen kleinen Pfad mitten ins Dorf hinein. Wir lernten, dass in dem Dorf tatsächlich nur Nachfahren der ersten Einsiedler Saonas wohnen, welche ursprünglich aus machtpolitischen Gründen nach dem zweiten Weltkrieg auf die Insel kamen und sich schließlich dazu entschieden im Paradies zu bleiben. (Also mein Verständnis haben sie voll und ganz!) Die einzige Möglichkeit, selbst nach Saona zu ziehen ist übrigens, in eine der 12 Siedler-Familien einzuheiraten. 

 

Allen anderen Menschen bleibt ein Leben an dem von Kokospalmen gesäumten Sandstrand Saonas auf ewig verwährt. Das ist zwar schade für alle, die auch gerne dort leben wollen würden, aber vermutlich auch der entscheidende Punkt dafür, dass dieses Fleckchen Erde bisher so paradiesisch schön geblieben ist. 

Die Aufzuchtstationen für Meeresschildkröten

Auf Saona finden sich viele Laichgebiete von Meeresschildkröten. So verwundert es nicht, dass es sich einige der Bewohner Saonas zur Aufgabe gemacht haben, das Leben dieser Tiere zu beschützen. Sie sammeln die Eier der Schildkröten ein und behüten sie, bis die Baby-Schildkröten geschlüpft und groß genug sind, um wieder in die Natur freigelassen zu werden. Um uns selbst einen Eindruck davon verschaffen zu können, besuchten wir im Rahmen unserer Dorftour solch eine Aufzuchtstation. Die Babyschildkröten, die wir hier zu sehen bekamen waren gerade einmal einen Tag alt und wirklich super niedlich. 

 

Das "Einkaufszentrum" von Mano Juan

Anschließend ging es weiter auf dem kleinen Dorfpfad vorbei an den bunten Hütten und dem "Supermarkt" von Mano Juan. Hier gibt es alles zu kaufen, was die Bewohner für ihren Alltag benötigen und was du auch in großen Supermärkten kaufen kannst. Der kleine Unterschied ist, dass sie es hier nicht auf Vorrat sondern auf Tagesmengen abgestimmt kaufen können. 

 

 

Nun stellte uns unser Guide noch Don Morales vor. Der älteste Dorfbewohner Mano Juans kam bereits mit 10 Jahren nach Saona, saß nun vor seiner Hütte, grüßte uns nett und widmete sich dann wieder dem Spiel mit seinem Enkelsohn. Ich fand es einfach beeindruckend, wie nett und zuvorkommend sich die Einwohner Mano Juans uns gegenüber verhielten. Es schien sie auch gar nicht zu stören, dass 20 neugierige Touristen mit Fotoapparaten bewaffnet jedes Kieselsteinchen fotografierten, sie grüßten uns kurz und gingen dann ihrem Dorfleben-Alltag weiter nach. 

 

Mitbringsel von Isla Saona

Zurück am Strand bot sich uns noch die Möglichkeit, den Bewohnern Saonas an einer ihrer kleinen Strandhütten hübsche Mitbringsel und Erinnerungsstücke wie Armbändchen, Ketten und Weiteres abzukaufen und ihr Leben auf der Insel so ein wenig zu unterstützen. Dann ging es auch schon weiter, zurück auf das Speedboot und weiter an der Küste entlang ab zum Traumstrand Numero Drei.

 

Canto de La Playa

Traumstrand Numero 3 toppte noch einmal alles, was wir bis zu diesem Zeitpunkt zu sehen bekommen hatten. Hier habe ich ihn gefunden, den wunderschönsten Strand den ich in meinem Leben bisher gesehen hatte.

Die Kulisse ist einfach einzigartig. 


Ein naturbelassener, schneeweißer Sandstrand und Palmen so weit das Auge reicht. Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich jemals in meinem Leben wieder so viele Palmen auf einmal sehen werde. 

Das glasklare Wasser der Bucht lädt zum sofortigen Baden ein, und auch Schnorcheln kann man wunderbar an den farbenprächtigen Korallenriffen, welche einfach vom Strand zu erreichen sind. Unter den vielen tausend Palmen hatten wir anschließend noch ausreichend Zeit, wunderbar im Halbschatten zu entspannen und die unglaubliche Geräuschkulisse dieses Ortes genießen.

 

Die Geräuschkulisse hier am Canto de la Playa ist so speziell, da die Insel Saona neben ihrer unvergleichlichen Schönheit auch für ihren großen Vogelartenreichtum bekannt ist. Hier finden sich viele seltene Vogelarten, welchen man vermutlich nirgendwo anders so wunderbar lauschen kann.

 

Nach rund zwei schönen und entspannten Stunden an diesem traumhaften Strand inklusive weiterem Kuchen und kühlen Drinks von unserem Reiseführer hieß es dann entweder schnell ein wirklich gutes Versteck suchen oder aber Abschied nehmen von diesem Paradies auf Erden. Am liebsten wäre ich tatsächlich dort geblieben, doch ich wusste ja dass mich auf unserer Reise durch die Karibik noch weitere Highlights erwarten würden und so entschied ich mich doch wieder auf das Speedboot zu steigen. 

 

Ein letzter Blick zurück zum Paradies, dann düste unser Speedboot wieder los. Vorbei an der Küste, dem Dorf Mano Juan, unserem Mittagsstop am Catuano Beach, den Mangroven und dem Piscina Natural ging es in ca. 45 Minuten zurück Richtung Hafen von Bayahibe.

 

 

Hier warteten schon die Taxibusse auf uns, die uns schließlich zurück zum Hafeneingang von La Romana fuhren. Glücklich und mit vielen tollen und einmaligen Eindrücken an traumhafte Karibikstrände gingen wir zurück an Bord der Mein Schiff. 

 

Fazit:
Die Saona Crusoe VIP Tour mit Seavis war ein absolutes Highlight der Reise und ich werde die Insel bei einer nächsten Reise in die Dominikanische Republik auf jeden Fall wieder besuchen! Es war großartig, an einem Tag so viele tolle Strände zu sehen und dennoch kam auf der Tour nie das Gefühl auf, dass man jetzt schnell weiter müsste. Das Timing der Tour war super, wir hatten überall ausreichend Zeit die Strände und das Flair zu genießen und konnten einen sehr ereignisreichen und doch erholsamen Tag auf und um Saona verbringen. 

 

Hier noch einige weitere Eindrücke von unserem tollen Tag auf Isla Saona:



Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    Bojan (Montag, 24 August 2015 20:08)

    Sieht sehr schön aus dort, ich glaube da muss ich auch mal hin! :)

  • #2

    Daniela (Sonntag, 03 Januar 2016 14:55)

    Wir waren im November bei einem Ausflug auf Saona und beim Schnorcheln und Tauchen, auch im natürlichen Schwimmbad. Bei uns hatte es 28 Grad Wassertemperatur,War wirklich wie im Paradies.

  • #3

    Heike (Mittwoch, 02 März 2016 21:12)

    Alles Top

  • #4

    FJ (Sonntag, 20 März 2016 14:06)

    Haben die Tour auch gemacht. Den ersten Strand wo es das Mittagessen geht fanden wir nicht toll. Der war nix. Der letzte, der Fluch-der-Karibik-Strand, der war toll

  • #5

    helga (Donnerstag, 18 August 2016 12:40)

    Hallo Noreen, genau diese Tour habe ich 2012 auch gemacht. Ich fand sie wunderschön, die Tour perfekt geplant. Alles, was man für einen schönen Kreuzfahrtausflug braucht.